Paide Püha Risti kirik (Пайде)

Estonia / Jarva / Paide / Пайде / Keskväljak 1, 1
 Tempel, Kirche, Sehenswürdigkeit, geschütztes Baudenkmal, Lutherische Kirche, Historisches Gebäude, place of worship (en), 18th century construction (en), tourist attraction (en)

Die Heilig-Kreuz-Kirche stand bereits im Mittelalter in Paide. 1573 sprengten die Russen die Kirche während der Belagerung von Paide. Während der schwedischen Besatzung wurde vor der heutigen Kirche eine kleine Holzkirche errichtet, die 1703 zusammen mit der Stadt niederbrannte. In den 1730er Jahren wurde im alten Gewächshaus an der Stelle der Holzkirche aus der Schwedenzeit eine Hilfskirche errichtet.1767 begann man mit dem Bau eines Neubaus auf den Mauern der mittelalterlichen Kirche. Zunächst wurden die Fundamente gereinigt und ausgegraben. August Wilhelm Hupel zufolge kamen dabei mittelalterliche Pfeiler, Säulen und Grabsteine ​​zum Vorschein. 1771 wurde der Grundstein der neuen Kirche während eines Gottesdienstes gelegt, den der Kirchenführer Berend Reinhold von Stackelberg und der Pfarrer David Gottlieb Glanström organisierten. Aufgrund zwischenzeitlich aufgetretener finanzieller Probleme wurde die Kirche erst 1786 fertiggestellt. Die Kirche wurde von Pfarrer Järva und Pfarrer Johann Friedrich Rinne gesegnet. Die Mauern der Kirche und des Turms wurden aus Kalkstein errichtet, das Gewölbe und die Turmspitze jedoch aus Holz. Der Turm der Paide-Kirche wurde nicht an der Westseite, sondern an der Südseite errichtet. Dadurch sollten der Marktplatz der Stadt und das Kirchengebäude zu einem klassizistischen Ganzen verbunden werden. Am 10. Mai 1845 brannte die Paide-Kirche nieder. Es wurde eine Spendenaktion zum Wiederaufbau der Kirche organisiert. Es gingen 10.480 Rubel an Spenden ein, davon 500 Rubel von Kaiser Nikolaus I. Ende des 18. Jahrhunderts wurde in der Nähe der Kirche der Paide-Kirchgarten angelegt. In den Jahren 1895–1898 wurde die Kirche von einem Eisenzaun umgeben, und 1901 wurden acht in Riga gefertigte Buntglasfenster für die Kirche bestellt. In den Jahren 1909–1910 wurde die Kirche umfassend umgebaut. Innenansicht der Paide-Kirche von 1929–1940 Die Altarwand der Kirche stammt aus dem Jahr 1848. Das Altargemälde „Christi Himmelfahrt“ malte Nikolai von Baranoff nach Carl Timoleon von Neff[2]. Das Originalgemälde befand sich in der Kaiserkapelle in St. Petersburg. Die Altarumrandung wurde von August Roosileht entworfen. Das Taufbecken besteht aus einer halben großen Muschel, die der Mäo-Grundherr Admiral Olaf von Stackelberg von den Philippinen mitbrachte. Die Kirche beherbergt außerdem ein von August Roosileht gestaltetes Grabmal für die im Unabhängigkeitskrieg gefallenen Gemeindemitglieder. Das Denkmal wurde 1989 restauriert. Im Kirchturm wurde 1848 eine Glocke angebracht, die die Stunden schlägt. Auch die Turmglocken stammen aus derselben Zeit. Die Orgel wurde 1933 von Kriisad gebaut.
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Koordinaten:   58°53'15"N   25°34'12"E
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