Tilla Tepe

Afghanistan / Jawzjan / Shibarghan /
 heuvel, van historisch belang, archeologische vindplaats

Tilla Tepe (persisch ‏طلا تپه‎; auch Tillya Tepe oder Tillja Tepe ,der goldene Hügel‘) ist ein Hügel im Norden Afghanistans. 1978 wurden dort bei Ausgrabungen sechs Gräber gefunden, die auf die Zeit um Christi Geburt datieren. Sie enthielten mehr als 20 000 Schmuckstücke, Waffen und Gewandteile, die großteils aus Gold und Halbedelsteinen bestehen. Der Fund wird auch als „baktrisches Gold“ bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen der bedeutendsten archäologischen Funde des 20. Jahrhunderts.[1] Wegen des Afghanistankrieges galt der Schatz als verloren. Er konnte jedoch 2004 sichergestellt werden und ist vollständig erhalten.
Geografische Lage[Bearbeiten]

Tilla Tepe liegt in der Oase Scheberghan im Norden Afghanistans, in der Provinz Dschuzdschan. Westlich liegt die Stadt Scheberghan und etwa 100 Kilometer östlich befindet sich Baktra, Hauptstadt des antiken Baktriens. Die Oase wird von den Flüssen Safid-Rud und Siyad-Rud bewässert, was Ackerbau ermöglicht.[2] Etwa 500 Meter nördlich von Tilla Tepe finden sich die Ruinen von Yemschi Tepe, einer kreisrunden Stadt, die wahrscheinlich in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt florierte, aber vermutlich schon eine ältere Gründung ist. Tilla Tepe selbst ist ein kleiner, etwa drei bis vier Meter hoher Hügel mit einem Durchmesser von rund 100 Meter, der die einzige Erhebung in der ansonsten flachen Landschaft darstellt.
Geschichte der Region zu jener Zeit[Bearbeiten]

Bis etwa 135 v. Chr. gehörte die Region Baktrien zum Griechisch-Baktrischen Königreich. Danach kam sie in den Herrschaftsbereich der Saken und Yuezhi, die als Eroberer aus Südsibirien und der Mongolei in das Gebiet einfielen. Sie plünderten und zerstörten zahlreiche Städte und vernichteten das griechisch-baktrische Königreich. Diese Nomaden, die von Teilen der Forschung zu den Skythen gezählt werden, siedelten sich schließlich in Baktrien an und übernahmen eine städtische Lebensweise. In der folgenden Zeit scheint das Gebiet zum parthischen Machtbereich gehört zu haben,[3] obwohl gerade die östliche Ausdehnung des Partherreiches in der Forschung umstritten ist.[4] Über die Periode nach dem Untergang des Griechisch-Baktrischen Reiches ist wenig bekannt, deshalb gilt sie als dunkles Zeitalter Zentralasiens. Danach geriet das Gebiet in den Machtbereich der Kuschana, eines Clans der Yuezhi, die es kurz nach Christi Geburt unter Kujula Kadphises schafften, die Yuezhi-Stämme unter dem von ihnen gegründeten Reich zu vereinigen. Die Gräber von Tilla Tepe datieren wahrscheinlich in eine Zeit kurz vor der Entstehung des Kuschanreichs, als die Yuezhi oder Saken Baktrien beherrschten.
Entdeckung und Geschichte der Funde[Bearbeiten]

Seit 1969 grub ein sowjetisch-afghanisches Archäologenteam unter der Leitung von Wiktor Iwanowitsch Sarianidi an diversen Orten im Norden Afghanistans, einer bis dahin archäologisch so gut wie unerforschten Region, und widmete sich dabei vor allem bronzezeitlichen Fundstätten. Dabei wurde die Oasenkultur entdeckt.
Im Jahr 1978 begannen Ausgrabungen bei dem etwa 500 Meter südlich der antiken Stadtruine Yemschi Tepe gelegenen Hügel Tilla Tepe, nachdem dort schon einmal kurz im Jahr 1970 gegraben worden war. Hier kam zunächst ein Dorf zu Tage, das in das dritte Jahrhundert v. Chr. datiert. Unter diesem Dorf wurde ein befestigter Tempel gefunden, der wahrscheinlich auf kurz vor 1000 v. Chr. zu datieren ist. In dieser Anlage kam im November 1978 ein Grab zu Tage, das vor allem durch seine reichen Goldfunde Aufmerksamkeit erregte. Bis Februar 1979 konnten sechs Gräber, alle reich mit Gold ausgestattet, freigelegt werden. Wegen der unruhigen politischen Lage musste das Grabungsteam das Land verlassen, wobei die Grabungen an dem Ort nie wieder fortgesetzt werden konnten.
Die Funde gelangten 1979 in das Nationalmuseum in Kabul, zu einer Zeit, in der es in Afghanistan bereits Unruhen gegeben hatte. Bedingt durch die politisch unsichere Lage im Land wurden die Schätze in den darauffolgenden Jahren fast durchgängig verwahrt. Nur 1980 und 1991 wurden kleine Teile der Sammlung kurzzeitig ausgestellt. Während der sowjetischen Besatzungszeit des Afghanistankonflikts lagerten die Funde mit einjähriger Unterbrechung im Museum in Kabul. Nach dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte wurden sie Ende 1989 zusammen mit einigen anderen Museumsbeständen in den Kellerräumen der sich im Präsidentenpalast befindlichen Zentralbank deponiert. Das Museum selbst wurde in den darauffolgenden Jahren im Bürgerkrieg nach dem sowjetischen Abzug teils durch Kampfhandlungen schwer beschädigt und zudem mehrfach geplündert beziehungsweise vandaliert. Es gab Gerüchte, der Schatz sei durch die Sowjetunion beschlagnahmt oder sei anderweitig geraubt worden. Nach dem Sturz der Taliban waren viele Kunstschätze des Landes in den Kriegswirren verloren gegangen.[5] Auch bei den Funden aus Tilla Tepe glaubte man, dass sie wohl für immer verschwunden bleiben würden.[6]
Erst im Jahr 2003 wurden die 1989 verwahrten Museumsbestände in der Zentralbank wiedergefunden, wobei es aufgrund bürokratischer Verzögerungen bis April 2004 dauern sollte, bis die Safes im Beisein Sarianidis geöffnet und die Funde sichergestellt werden konnten. Dabei stellte sich heraus, dass die Sammlung inklusive jeder einzelnen Kleinigkeit vollständig war.[5]
Seit 2007 sind die wichtigsten Grabfunde auf einer Ausstellungstour durch Europa, die USA und Kanada. 1985 erschien in verschiedenen Sprachen übersetzt ein mit vielen Farbfotografien ausgestatteter Band, der die wichtigsten Funde präsentierte. 1989 erschien eine wissenschaftliche Publikation über die Grabungen. Eine vollständige Grabungspublikation steht noch aus.
Die Festung[Bearbeiten]

Eine Festung wurde kurz vor 1000 v. Chr. auf einem kleinen Hügel errichtet. Der Bau stand auf einer rund vier Meter hohen und 100 Meter breiten Basis, die teilweise in den Boden eingelassen war. Die Festung war nahezu quadratisch und besaß vier gerundete Ecktürme und halbrunde Türme. Der Eingang lag im Norden. In der Mitte der Festung stand eine Art Halle, die auch als Tempel interpretiert wird. Das Hauptfundmaterial ist Keramik, wobei es undekorierte Gefäße, aber auch solche gab, die mit geometrischen Mustern bemalt waren. Ein Teil der Keramik wurde auf einer Töpferscheibe hergestellt. Bei der handgemachten Keramik handelt es sich meist um einfache Gebrauchsware.
Neben der Keramik gibt es einige Messer und Pfeilspitzen aus Bronze. Der Ort scheint lange bewohnt gewesen zu sein, ohne dass genaue Jahreszahlen genannt werden können. Kulturell lässt sich diese Festung mit anderen archäologischen Orten in Zentralasien verbinden, wobei Tilla Tepe sogar die am besten erforschte Fundstätte ist. Die hier gefundene Kultur gehört in die Zeit nach dem Untergang der Oasenkultur Zentralasiens. Sie wird als Periode der Barbarian Occupation bezeichnet.[7]
Bestattungen und Bestattete[Bearbeiten]

Nachdem die Festung, vielleicht um 800 v. Chr., verlassen worden war, wurde der Ort um 400 v. Chr. wieder besiedelt. Es entstand ein kleines Dorf, das aber nicht lange bewohnt war. Kurz nach Christi Geburt wurde der Platz als Friedhof benutzt. Bei den sechs gefundenen Gräbern handelte es sich um Gruben, die mit Holzplanken abgedeckt waren und einen Hohlraum bildeten. Die Toten lagen in Holzsärgen, die keinen Deckel hatten, aber wahrscheinlich in Decken eingewickelt waren. Die Bestatteten sind auf dem Rücken in kostbaren mit Gold verzierten Gewändern und mit reichem Schmuck beigesetzt worden. Einige wenige weitere Beigaben, wie Gefäße, Spiegel oder Kosmetikutensilien, fanden sich in und neben den Särgen. Es gibt keine Anzeichen, dass es Grabhügel gab, doch mag der Hügel der Burgruine als Grabhügel gedient haben.[8] Die Bestattungen gehören zu fünf Frauen und einem Mann. Zur Zeit ihres Todes war die Festung auf dem Hügel schon verfallen und die Gräber sind teilweise in die alten Mauern hineingegraben.
Identität der Toten[Bearbeiten]
Vieles spricht dafür, dass hier Nomaden oder ehemalige Nomaden beigesetzt wurden. Die Art der Gewänder (Hosen) und einige Waffen, wie zwei Bögen in der Bestattung des Mannes, sind typisch für Nomadenvölker. Auch eine zusammenklappbare und daher leicht transportierbare Krone (Grab 6) ist in diesem Kontext zu sehen. Welcher Volksgruppe die Bestatteten angehörten, konnte jedoch nicht genau festgestellt werden. In Frage kommen zum einen die Yuezhi, die laut chinesischen Quellen aus diversen Clans bestanden und in die Region eingefallen waren[9], zum anderen könnte es sich um Saken gehandelt haben, die zum skythischen Kulturkreis gezählt werden. Sie drangen etwa zur gleichen Zeit wie die Yuezhi in Baktrien ein, wobei sie sich allerdings eher in der weiter südlich liegenden Hindukusch-Region sowie im Süden Afghanistans ansiedelten. Die reiche Ausstattung der Grabanlagen mit goldenen Plaketten auf den Gewändern, vergoldeten Hauben und vielen anderen Goldbeigaben ähnelt in der Tat sehr anderen bekannten skythischen Bestattungen, die beispielsweise am Schwarzen Meer gefunden werden konnten.[10][11]
Indizien, die hingegen auf eine Zugehörigkeit zu den Yuezhi hindeuten, sind etwa der Fund einer Münze des Königs Heraios, welcher zu diesem Nomadenvolk gezählt wird. Zudem zeigen viele Grabbeigaben stilistische Ähnlichkeiten mit den Arbeiten des Sibirischen Tierstiles aus Sibirien und der Mongolei, woher die Yuezhi stammten. Der Ausgrabungsleiter Sarianidi sah deshalb in den Bestatteten sogar frühe Herrscher der Kuschana, bei denen es sich ja um einen Clan der Yuezhi handelte.[10] Andere sehen in ihnen dagegen wiederum Saken, die unter parthischer Herrschaft standen.[12] Die neuere Forschung ist vorsichtiger. Sie tendiert zwar dazu, die Bestatteten aufgrund der bereits beschriebenen Ähnlichkeiten als Saken zuzuordnen, gleichzeitig fragt sie sich aber auch, ob diese aus historischen Werken bekannten Völkernamen überhaupt für Tilla Tepe relevant sind. So stammen diese Namen aus alten chinesischen und griechisch-römischen Werken, deren Autoren nicht vor Ort waren und ihre Informationen nur aus zweiter oder dritter Hand bezogen.[9]
Auffallend ist, dass der Mann in der Mitte bestattet wurde und die Frauen um ihn herum. Möglicherweise ist hier ein lokaler Führer beigesetzt worden, dem seine Frauen in den Tod folgten bzw. folgen mussten. Dieser Herrscher mag seinen Sitz in der benachbarten Stadt Yemschi Tepe gehabt haben.[11] Möglich auch, dass es sich um reine Nomaden gehandelt hat, die sich bewusst in einigem Abstand zur Stadt begraben ließen.
Die Grabbeigaben[Bearbeiten]

Es können drei Gruppen von Funden unterschieden werden.
Importstücke, darunter römische und parthische Münzen, ein indisches Medaillion, zwei chinesische Silberspiegel, ein indischer Kamm aus Elfenbein und römische Gläser. Es wurden jedoch nur einige wenige solche Objekte gefunden.
Objekte, die offensichtlich noch aus der griechisch-baktrischen Zeit stammen. Dazu gehört eine Kamee mit dem Bild eines Mannes, im Stil sehr ähnlich den baktrischen Münzen, und die Goldstatuette eines Widders aus Grab 4, dessen Basis andeutet, dass er ursprünglich einem anderen Zweck diente und erst sekundär im Grab als Kleidungsbestandteil verwendet wurde.[13]
Der Großteil der Funde scheint jedoch aus dem Kulturkreis der hier Bestatteten zu stammen, und diese Objekte zeigen eine bemerkenswerte Synthese verschiedener Stilmerkmale. Hier können verschiedene Einflüsse beobachtet werden:
Eine Untergruppe stellen Arbeiten lokaler Tradition dar, deren Ursprünge sich bis in die baktrische Bronzezeit zurückverfolgen lassen. Hier ist eine Krone zu nennen, die aus Blattgold besteht und einen stilisierten Baum darstellt. Solche Kronen sind aus dem skythischen Raum bekannt. Die parthischen, griechisch-baktrischen oder Kuschana-Herrscher trugen dagegen keine Kronen, sondern Diademe. In der baktrischen Bronzezeit ist das Baummotiv gut belegt.
Es gibt Gewandschließen, die Eroten darstellen und die man zunächst dem hellenistischen Raum zuordnen würde. Sie tragen jedoch auf der Stirn Halbmondfiguren. Lunare Symbole waren in Baktrien und in Vorderasien sehr beliebt.
Es gibt Goldspangen mit Eroten, die auf Fischen (statt Delphinen, wie es im hellenistischen Kunstrepertoire üblich wäre) reiten. Eine goldene Dolchscheide ist mit Drachen dekoriert und zeigt starken sibirischen, iranischen und indischen Einfluss.
Die Waffen aus der Bestattung des Mannes zeigen eine Mischung baktrischer, sibirischer, iranischer und indischer Stilelemente. Auf einer Scheide findet man geflügelte Greife, Drachen und Raubkatzen, die in einer Reihe abgebildet sind. Auf einer zweiten Scheide findet man zwei geflügelte Drachen, von denen sich der eine in das Bein des anderen verbissen hat.
Aus der Mongolei oder dem chinesischen Kulturraum sind die Motive auf zwei Schuhspangen übernommen, die einen Mann in einem Wagen zeigen. Der Wagen wird von einem Greif gezogen, was wiederum nicht aus China bekannt ist, wo es immer Pferde sind. Greife sind wiederum beliebte Motive der baktrischen Bronzezeit.
Fingerringe mit den Darstellungen griechischer Gottheiten und griechischer Beischriften sind sicherlich einheimische Arbeiten. Die Figuren wirken zum Teil etwas ungeschickt. Auch das Beiwerk dieser Figuren ist oftmals nicht aus dem griechischen Raum bekannt, so hält eine Nike einen Stab oder ein Mann ist mit einem Delphin dargestellt.[10]
Kleidung und Waffen
Auf den Skeletten fanden sich Goldauflagen, die einst die Kleidungsstücke schmückten. Da sich in den Gräbern jedoch fast keine Textilien erhalten haben, ist es oft schwierig, die Funktion einzelner Objekte zu bestimmen. Reihen von kleinen Goldauflagen gehörten mit Sicherheit zu Kleidungsstücken. Doch ist nicht immer sicher, ob deren Säume oder Mittelteile dekoriert waren. Auch trugen die Toten mehrere Kleidungsstücke übereinander, so dass es Schwierigkeiten bereitet, bestimmte Verzierungen einer Tracht zuzuordnen. Mit aller Vorsicht kann angenommen werden, dass der Mann eine kurze Jacke sowie einen Kaftan trug. Er hatte weite Hosen an, die von parthischen Darstellungen und von denen der Kuschana-Herrscher bekannt sind.
Die Gewänder und vor allem der Schmuck der Frauen unterschieden sich erheblich. Möglicherweise gehörten sie daher unterschiedlichen Stämmen und sozialen Klassen an. So wurde vermutet, dass die junge Frau aus Grab 5 kinderlos war, da es sich um die ärmste der Frauenbestattungen handelt. Immerhin kann mit Sicherheit gesagt werden, dass sie alle ein Gewand trugen, nämlich eine Tunika über der Hose. Dies ist ein Kleidungsstück, welches noch heute von Frauen in dieser Gegend getragen wird.
Die Waffen des Mannes (zwei Bögen, ein langes Schwert, Dolch und Messer) sind typisch für Nomaden. Sie waren eng an den Oberschenkeln angebracht, um einen Reiter beim Reiten nicht zu behindern. Dies heißt jedoch nicht, dass die hier Bestatteten wirklich Nomaden waren. Es kann sich um nomadische Traditionen handeln, die sich in der Trachtsitte widerspiegeln, während die Bestatteten schon lange sesshaft waren.
Datierung[Bearbeiten]

Die geschichtliche wie kulturelle Einordnung der Gräber von Tilla Tepe ist schwierig, da Vergleichsfunde selten und oft nicht datierbar sind und die Chronologie der Region im Allgemeinen Schwierigkeiten bereitet. Man geht davon aus, dass die Gräber in etwa alle zur gleichen Zeit angelegt wurden, da sich die Grabbeigaben im Stil ähnlich sind. Der wichtigste Anhaltungspunkt zur Datierung sind fünf Münzen. Drei von ihnen gehören dem parthischen Kulturkreis an. Aus Grab 3 stammt eine Silbermünze von Mithridates II. (123–88 v. Chr.) und aus Grab 6 die Kopie in Gold einer Münze von Gotarzes I. (95–90 v. Chr.). In Grab 1 hielt die Tote eine Münze von Heraios in der Hand, der wahrscheinlich kurz nach Christi Geburt in dieser Gegend regierte.
Die jüngste Münze zeigt den römischen Kaiser Tiberius und wurde in Gallien zwischen 16 und 37 n. Chr. geprägt. Sie stammt aus Grab 6, wo sich auch die etwa 100 Jahre ältere Münze von Gotarzes I. fand. Generell ist bei einer Datierung durch Münzen Vorsicht geboten, da diese Prägungen schon lange im Umlauf gewesen sein könnten, bevor sie in die Gräber gelegt wurden. Die Gräber wurden dennoch vermutlich etwa in diesen Jahren angelegt, was aufgrund des Fehlens von Münzprägungen jüngeren Datums angenommen wird.[14] Die Bestattungen datieren deshalb in die Zeit nach dem Untergang des griechisch-baktrischen Königreiches und in die Zeit bevor das Kuschanreich entstand, wahrscheinlich in die ersten Jahrzehnte nach Christi Geburt.
Nearby cities:
Coördinaten:   36°41'40"N   65°47'22"E
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