Villa Marlier (Berlin)

Germany / Brandenburg / Kleinmachnow / Berlin / Am Großen Wannsee, 56-58
 Museum, Holocaust

Der Berliner Architekt Paul Baumgarten plante und baute die großbürgerliche Villa, damals Große Seestraße 19a, 1914–1915 für den Fabrikanten Ernst Marlier.
de.wikipedia.org/wiki/Paul_Baumgarten_(Architekt,_1873)
de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Marlier
1921 verkaufte Marlier das Anwesen an Friedrich Minoux, damals Generaldirektor im Stinnes-Konzern (daher auch der Name „Minoux-Villa“).
de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Minoux
1929 erhielt es im Zuge der Umnummerierung der Straße die Hausnummer 56/58.
Seit dem 8. April 1933 heißt die Straße Am Großen Wannsee. Wegen Betrugs wurde Minoux im Mai 1940 verhaftet. Aus der Haft heraus verkaufte er Villa und Grundstück zum damals marktüblichen Preis von 1,95 Millionen Reichsmark an die Nordhav-Stiftung, die für den SS-Sicherheitsdienst (SD) Grundstücksgeschäfte abwickelte.
Hier fand am 20. Januar 1942 die Wannseekonferenz statt, deren Inhalt die Organisation und Koordinierung der Deportation und Vernichtung der gesamten jüdischen Bevölkerung Europas war.
Auf der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942 kamen unter Vorsitz von SS-Obergruppenführer Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamts, 15 hochrangige Vertreter von nationalsozialistischen Reichsbehörden und Parteidienststellen zusammen, um den begonnenen Holocaust an den Juden im Detail zu organisieren und die Zusammenarbeit aller Instanzen dabei sicherzustellen.
Öffnungszeiten (Dauerausstellung):
täglich (außer an gesetzlichen Feiertagen) 10.00 bis 18.00 Uhr
geschlossen: Karfreitag, 1. Mai, Himmelfahrt, 3. Oktober, 24. - 26. Dezember, 31. Dezember, 1. Januar
Bibliothek/Mediothek Mo - Fr (außer siehe oben) 10.00 - 18.00 Uhr
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Koordinaten:   52°25'58"N   13°9'56"E
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