Haus Wiegand (Berlin)
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Peter-Lenné-Straße, 28-30
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Haus, neoklassisch, geschütztes Baudenkmal, 1912_construction (en)
Auf einem großen Grundstück im neu erschlossenen Villenviertel Dahlem entwarf Behrens für den Archäologen Theodor Wiegand (Ausgräber von Priene, Milet, Didyma und Samos) kein Landhaus, sondern eine repräsentative Villa in einem klassizistischen Stil, den der Beruf des Hausherrn nahelegte und der für Behrens in diesen Jahren durchaus bestimmend war. Alle seine damaligen Entwürfe sind durch klare, horizontale Gliederung, herbe antike Gesimse und kühles Material ausgezeichnet. Bei der Villa Wiegand hat der Hausherr, inspiriert von der ausgegrabenen klassischen Architektur, auch im Detail formal bestimmend gewirkt: So wird die Front des Hauses zur Peter-Lenné-Straße von einem Peristyl eingenommen, das dem hellenistischen Haus 33 in Priene gleicht. Behrens hat die Funktion dieses intimen Innenhofes gleichsam umgewendet zum repräsentativen Element der Fassade, bei der er auf diese Weise auf einen banalen Giebel verzichten konnte. Behrens' moderner Klassizismus äußert sich zudem in einer Aufgeschlossenheit gegenüber allen technischen Neuerungen. So sind in den Kassetten des Peristyl Glasbausteine eingesetzt (die ersten an Privathäusern überhaupt), um eine Aufhellung der schweren Architektur zu erreichen.
Zu den großen Vorbildern von Peter Behrens zählte Karl Friedrich Schinkel. Sein Einfluß wird in der Gestaltung der Grundrisse deutlich. Das zeigt sich auch beim Wiegand-Haus in der Anordnung von vier Eckräumen um einen Mittelraum und durch die Anfügung asymmetrischer Elemente wie eines von schweren Pfeilern getragenen Laubenganges. Darüber hinaus begegnen wir dem Einfluß von Schinkel bei der Dachlösung und allenthalben bei der Innendekoration. Beide Künstler erhoben den Anspruch, Gesamtkunstwerke zu schaffen und zur hüllenden Architektur auch die Einrichtung zu entwerfen, einschließlich der Tapeten und sogar der Teppiche und Gardinen.
Der Grundriß des Wiegand-Hauses ist bestimmt von dem repräsentativen Erdgeschoß mit sechs Prunkräumen, ausgestattet mit kostbaren Möbeln in wechselndem Material. Die originalen Möbel sind noch weitgehend erhalten.
deu.archinform.net/projekte/6222.htm
Zu den großen Vorbildern von Peter Behrens zählte Karl Friedrich Schinkel. Sein Einfluß wird in der Gestaltung der Grundrisse deutlich. Das zeigt sich auch beim Wiegand-Haus in der Anordnung von vier Eckräumen um einen Mittelraum und durch die Anfügung asymmetrischer Elemente wie eines von schweren Pfeilern getragenen Laubenganges. Darüber hinaus begegnen wir dem Einfluß von Schinkel bei der Dachlösung und allenthalben bei der Innendekoration. Beide Künstler erhoben den Anspruch, Gesamtkunstwerke zu schaffen und zur hüllenden Architektur auch die Einrichtung zu entwerfen, einschließlich der Tapeten und sogar der Teppiche und Gardinen.
Der Grundriß des Wiegand-Hauses ist bestimmt von dem repräsentativen Erdgeschoß mit sechs Prunkräumen, ausgestattet mit kostbaren Möbeln in wechselndem Material. Die originalen Möbel sind noch weitgehend erhalten.
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Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Wiegand
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Koordinaten: 52°27'37"N 13°17'59"E
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