Chempark Dormagen (Köln)

Germany / Nordrhein-Westfalen / Dormagen / Köln
 Chemische Industrie, Eingezäuntes Gebiet

Der Chemiepark Dormagen (ehemals Bayerwerk Dormagen) ist eine 570 ha große Fläche in Dormagen und Köln-Worringen, auf dem sich seit 1917 Betriebe aus der Chemiebranche konzentrieren. Hier arbeiten weit über 8000 Menschen.

www.chempark.de/de/chempark-dormagen.html
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Koordinaten:   51°4'17"N   6°50'7"E

Kommentare

  • 28. November 2009 Im Werk Dormagen tritt bei stürmischem Wetter eine ungenannte Menge Phosgen aus einer Pilotanlage aus. Als Reaktion darauf wird eine Ammoniakdampfwand aufgebaut. Phosgen ist extrem giftig und wurde im 1.Weltkrieg als Kampfgas eingesetzt. Auch Ammoniak ist giftig, es kam zu Geruchsbelästigung. 17. März 2008 Im Chemiepark Dormagen kommt es bei der Firma INEOS zum größten Feuer der Nachkriegsgeschichte in NRW. Große Mengen giftiger Chemikalien treten aus, über 1200 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Anlage gehörte bis 2001 zur BAYER-Tochter Erdölchemie Am 17. Juni 2007 fiel ein Steuererungselemet einer Großanlage der Firma Ineos im BAYER Chemiepark Dormagen aus. Ein Cracker wurde abgeschaltet, das vorhandene Restgas abgefackelt. Die dutzende Meter hohen Flammen waren bis nach Neuss, Köln und Grevenbroich sichtbar. 12. August 2006 Mehrere Tonnen des giftigen Stoffs n-Propylchlorformiat treten aus einem Kessel im Dormagener Bayer-Chemiepark aus. 16 Mitarbeiter werden in die ärztliche Abteilung gebracht, acht leiden unter Augenreizungen. Ein Mitarbeiter der Einsatzkräfte wird zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Flüssigkeit war gegen 22.30 Uhr in einem Betrieb des Unternehmens Saltigo (einer Ausgliederung von Bayer) ausgetreten. Durch erhöhten Druck in einem Kessel war es zu einer Produktzersetzung gekommen, so dass die Chemikalie aus der Dichtung heraustropfte. n-Propylchlorformiat ist ein Zwischenprodukt, das bei der Herstellung von Pflanzenschutzmitteln entsteht. Auf dem Gelände des BAYER-Chemieparks in Dormagen ereignete sich am 3. Juli 2006 ein Störfall. In einem Reaktor zur Produktion des Kunststoffes Polyethylen kam es zu mehreren Explosionen. Acht MitarbeiterInnen wurden dabei verletzt. 24. Mai 2006: Bei einem Unfall im Chemiewerk Dormagen sind 35 Menschen verletzt worden. Beim Abfertigen eines Lastwagens auf dem BAYER-Werksgelände sind etwa fünf Liter der giftigen Substanz Chlormethylketon ausgelaufen, die zu Augen- und Atemwegreizungen führen könne. Die Flüssigkeit wird zur Herstellung von Pflanzenschutzmitteln benötigt. Nach Auskunft der Feuerwehr habe der Wind die sich schnell verflüchtigende Substanz verweht. Im Dormagener BAYER-Werk ereignete sich am 17. Februar 2006 ein Unfall. Die Abluftleitung einer Chloranlage fing Feuer, und das Gas trat aus. 18 MitarbeiterInnen kamen mit der Giftwolke in Kontakt, klagten über Augenreizungen und Übelkeit und begaben sich in ärztliche Behandlung. Auch rund um den Chemiepark maß die Feuerwehr noch erhöhte Chlorwerte, halb Dormagen roch nach Schwimmbad. (mehr Infos: http://www.cbgnetwork.de/1362.html) 6. März 2005 Im Bayer-Werk Dormagen kommt es zu einem Brand. 13. Dezember 2004 Bei Bayer MaterialScience in Dormagen treten die hochgefährlichen Chemikalien Ortho-dichlorbenzol und Phosgen aus. Chlor-Alarm in Dormagen: Am 3.11.04 traten im Dormagener BAYER-Werk nach einem Stromausfall in einer Schaltanlage Chlor- und Nitrose-Gas aus. Ein 15-jähriger Junge atmete das giftige Chlor ein und kam ins Krankenhaus. Da die Chlorgas-Wolke in Richtung Bahngleise trieb, musste die Feuerwehr den Zug-Verkehr der Strecke Neuss-Köln sperren.
  • Am 25.8.04 ereignete sich im Dormagener Chemie-„Park“ von BAYER ein tödlicher Unfall. Beim Rangieren mit Eisenbahn-Waggons starb ein 31-jähriger Mitarbeiter einer Fremdfirma. 17.08.2004 Im Bayer-Werk Dormagen tritt hochgiftiges Arsen aus. 2003 Am 11. Oktober 2003 kam es im Dormagener BAYER-Werk zu einem Zwischenfall. Ein Container, der Reste einer Basis-Chemikalie enthielt, erhitzte sich in der Sondermüllverbrennungsanlage auf 120 Grad (Normaltemperatur: 70 Grad), es bestand Explosionsgefahr. Die Feuerwehr sperrte das Gelände großflächig ab und unterbrach den Zug-Verkehr auf der Strecke Köln-Neuss. Dann öffnete sie den Container mit Spezial-Werkzeugen und füllte die gefährliche Substanz in einen Auffang-Behälter. Die Behörden klassifizieren den Fall als "Beinahereignis". Dormagen, 3.4.00: Durch einen Stromausfall werden bei der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE die Herstellungsprozesse unterbrochen. Die während der Produktion entstandenen Gase mussten ungekühlt abgelassen werden, so dass riesige Nitrosegas-Wolken über Dormagen hinwegzogen. Dormagen, 26.2.00: Durch eine Leckage in einem Wärmetauscher tritt hochgiftiges Phosgen aus. 32 MitarbeiterInnen mussten sich zur Kontrolle in ärztliche Behandlung begeben. Es herrschte Alarmstufe 1, zum ersten Mal musste BAYER bei einem Ernstfall die Hochsicherheitsschutzanlage in Betrieb nehmen. Dormagen, 7. Mai 1999: Auf der Tankerbrücke der BAYER-Tochter EC ERDÖLCHEMIE in Dormagen kam es zu einer Explosion, bei der drei Menschen starben und zehn Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden. Das Unglück ereignete sich während des Abfüllens von Benzin auf ein Tanklade-Schiff. Die Detonation war kilometerweit zu hören; eine riesige schwarze Rußwolke stieg auf. In der ganzen Region war die Luft so von Benzin angereichert, dass es sogar auf der Zunge spürbar war. Die Behörden forderten die Menschen auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten und lösten Rheinalarm aus. 750 Tonnen des kohlenstoffhaltigen Benzingemisches gelangten in den Fluss. Thomas Lenius vom BUND, der in Dormagen lebt und an der Unglücksstelle war, ist der Meinung, dass durch die Explosion giftige Benzole freigesetzt wurden. 10. April 1998 In Dormagen kam es zu einem Brand in einer Anlage zur Kunststoff-Herstellung. Ein Toluylendiamin-Wasser-Gemisch tritt aus. Ein Mitarbeiter muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ursache des Unfalls ist ungeklärt. Dormagen, 30. Juni 1997: Explosion mit “Freisetzung” von mehr als 12 Tonnen des krebserregenden TDA (Toluylendiamin). Große Teile des Werksgeländes werden verseucht, der Bahnverkehr zwischen Neuss und Köln eingestellt. (weitere Infos: http://www.cbgnetwork.org/Ubersicht/Zeitschrift_SWB/SWB_1997/SWB03_97/Giftregen_in_Dormagen/giftregen_in_dormagen.html) Dormagen, 1.3.95: Leckage an Rohrleitung. Austritt eines Stoffes “zur Fungizid-Herstellung”. Dormagen, 3.9.94: Brand in Kunststoffherstellung. Dichte Rauchwolke über der Stadt. Dormagen, 9.6.94: Kurzer Brand mit Verpuffung. 3 MitarbeiterInnen werden z. T. schwer verletzt. 20.03.1991, Bayer AG, Dormagen Staubexplosion mit Folgebrand 1987 29.01.1987, Bayer AG, Dormagen Explosion, beteiligter Stoff: Anilin Im November 1978 mußte Katastrophenalarm für ein ca. 300 Quadratkilometer großes Gebiet nordwestlich von Dormagen gegeben werden: Hochgiftiges Gusathion wurde in großen Mengen aufgrund eines Mischerunglücks freigesetzt. 17. März 2008
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