"Göring-Bahn" (Potsdam)

Germany / Brandenburg / Werder / Potsdam
 historisch, historische Schicht / verschwundenes Objekt
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Von der Errichtung um 1936-37 bis mindestens zum Ende des 2. Weltkrieges benutze Gleis-Trasse und an derem südlichen Ende
angelegter Kopfbahnhof des Bahnanschlusses für das Miltärobjekt am und unter dem Großen Entenfängerberg im Potsdamer Wildpark (früher oft verwendete Ortsbezeichnung: Wildpark-Werder, heute: Wildpark-West, zum OT Geltow der Gemeinde Schwielowsee zugehörig), bestehend aus den als Kasernen für die Luftkriegsschule III Wildpark-Werder gebauten Gebäudenn (ob diese Betitelung dem Objekt nur als Legende diente oder diese tatsächlich von der LKS III genutzt wurden, ist nicht bekannt, darf aber bezweifelt werden, da der Weg von dort über Geltow, Baumgartenbrück(e), Strengbrücke und quer durch Werder (Havel) der nächste, aber eben nicht gerade der "kürzeste" Weg zum Ausbildungsgelänge der LKS III mit (weiteren) im Schul-Campus integrierten Unterkünften, allen technischen Versorgungs- und Sozialeinrichtungen und einem vollständigem Flugplatz u.a. mit drei großen, mit freitragendem Dach überspannten Flugzeughallen in den Werderschen Havelwiesen westlich des Großen Zernsee an der Straße nach Phöben ist) und das im Objekt am Großen Entenfängerberg gedeckt untergebrachte Hauptquartier des OKL mit der Bunkeranlage "Großer Kurfürst" unter dem Großen Entenfängerberg. Der vom Oberbefehlshaber der Deutschen Luftwaffe und Reichsluftfahrtminister exklusiv genutzte Sonderzug mit dem Tarnnamen "Robinson" (es soll vier davon gegeben haben) wurde vermutlich aus Tarnungsgründen nicht auf diesem Gleis am Kopfbahnhof sondern am vorgelagerten (Kaiser-)Bahnhof Wildpark abgestellt und für den ObdL bereit gehalten. Die zum HQ des OKL zugehörige verbunkerte Luftnachrichten-Vermittlung LV 10 lag vom Kasernenobjekt abgesetzt am Kreuzungspunkt des 400 km langen Berliner Fernkabelrings (während Planung und Bau als "Fernkabel Potsdam" legendiert und später offiziell von der Deutschen Reichspost als Fernkabel 201 geführt) mit einigen von Berlin in westlicher Richtung führende Fernkabeln, direkt auf dem Gelände des (Knoten-/) Verstärkeramtes 4 im benachbarten Kuhfort. FK 201 führte in südlicher Richtung u.a. über die LV12 im Hochbunker am Krankenhaus in Treuenbrietzen und Einrichtungen im Raum Jüterbog/ Altes Lager weiter zum Amt 500 (Nachrichtenbunker "Zeppelin" des OKW/ OKH) in Zossen/ Wünsdorf, in nördlicher Richtung über Stationen wie dem Gefechtsstand der 1.JD in Dallgow-Döberitz (im ehemaligen Olympischen Dorf von 1936) und der über ein 20-paariges Sonderkabel zwischen den Schaltpunkten in Bötzow und Velten in das Ringkabel eingeschleiften FuSZ 244 in Marwitz weiter zur LV 12 in Biesenthal bei Bernau und vielen weiteren Schalt- und Verstärkerpunkte mit Anschaltungen weiterer militärischer und ziviler Einrichtungen wie Flugplätzen, Funksendestationen, Funkmess-Stellungen und Ausweich-/ Gefechtsständen wie dem Objekt "Koralle" und kriegswichtigen Produktionsstätten, viele der im Nahbereich des Fernkabelrings liegende Teilnehmer über von den Schalt- bzw. Verstärker-Punkten abgehende Stichkabel, weiter und schließlich von der anderen Seite kommend ebenso zum Amt 500, wo sich der Kabelring schloss.
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Koordinaten:   52°23'34"N   12°59'21"E
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