Wiener Cottage-Sanatorium (Wien)
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Sternwartestraße, 74
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Mehrfamilienhaus, Historisches Gebäude
1908 erhielt der Währinger Arzt Dr. Rudolf Urbantschitsch zusammen mit dem Währinger Stadtbaumeister Hans Kazda von der "Hohen k.k. Statthalterei" die Konzession zur Errichtung eines Sanatoriums für Stoffwechsel- und Nervenkranke. Baumeister Kazda errichtete nach eigenen Plänen auf insgesamt 10.000 m2 ehemaliger Weingärten einen in 3 zusammenhängenden Pavillons gegliederten 5-geschossigen Jugendstilbau mit 76 Einbett-Zimmern mit Vorraum, Bad, WC und Balkon - ein Luxus-Sanatorium.
Schon bald erlangte das Sanatorium internationalen Ruhm, aus aller Welt kamen Patienten, denen die modernste technische und medizinische Ausstattung zur Verfügung stand: großzügige Therapieräume für Behandlungen und Bäder, Röntgeninstitut, Laboratorien, Turnsaal, Diätküche, Speisesäle, Jausenterrasse, 2 Wintergärten als Liegehallen, Raucher-, Schreib- und Musikzimmer sowie ein Lesezimmer mit Bibliothek mit Zeitschriften und Büchern in 3 Sprachen, und im Freien Spiel- und Tennisplätze und im Winter sogar ein Eislaufplatz. Fachärzte, Schwestern und Personal waren bestens ausgebildet.
Unter den Patienten waren berühmte Personen: Sigmund Freud, der Schriftsteller Hermann Broch, der Architekt Adolf Loos, der Musikkritiker Dr. Julius Korngold und der serbische Schriftsteller Laza Kostic, der hier an seinem Lungenleiden verstarb (Gedenktafel am Haus). Auch der türkische Politiker Kemal Atatürk soll sich 1918 hier aufgehalten haben.
Im 1. Weltkrieg blieben viele der internationalen finanzkräftigen Gäste aus. Das Sanatorium geriet in Schwierigkeiten und wurde in die Wiener Cottage-Sanatorium-AG umgewandelt. Dr. Urbantschitsch blieb Direktor und Chefarzt bis 1920, nach ihm Dr. Julius Joachim und ab 1927 Dr. Friedrich Markstein. Der AG gelang es die Krise zu überwinden und das internationale Publikum zurückzugewinnen. Das endete mit dem 2. Weltkrieg. 1938 von den Nationalsozialisten, 1945 von den Amerikanern beschlagnahmt, kam das nun desolate Gebäude erst 1955 an die AG zurück, die es 1956 an die UdSSR verkaufte und sich auflöste. Heute ist es ein Wohngebäude der Russischen Föderation.
Schon bald erlangte das Sanatorium internationalen Ruhm, aus aller Welt kamen Patienten, denen die modernste technische und medizinische Ausstattung zur Verfügung stand: großzügige Therapieräume für Behandlungen und Bäder, Röntgeninstitut, Laboratorien, Turnsaal, Diätküche, Speisesäle, Jausenterrasse, 2 Wintergärten als Liegehallen, Raucher-, Schreib- und Musikzimmer sowie ein Lesezimmer mit Bibliothek mit Zeitschriften und Büchern in 3 Sprachen, und im Freien Spiel- und Tennisplätze und im Winter sogar ein Eislaufplatz. Fachärzte, Schwestern und Personal waren bestens ausgebildet.
Unter den Patienten waren berühmte Personen: Sigmund Freud, der Schriftsteller Hermann Broch, der Architekt Adolf Loos, der Musikkritiker Dr. Julius Korngold und der serbische Schriftsteller Laza Kostic, der hier an seinem Lungenleiden verstarb (Gedenktafel am Haus). Auch der türkische Politiker Kemal Atatürk soll sich 1918 hier aufgehalten haben.
Im 1. Weltkrieg blieben viele der internationalen finanzkräftigen Gäste aus. Das Sanatorium geriet in Schwierigkeiten und wurde in die Wiener Cottage-Sanatorium-AG umgewandelt. Dr. Urbantschitsch blieb Direktor und Chefarzt bis 1920, nach ihm Dr. Julius Joachim und ab 1927 Dr. Friedrich Markstein. Der AG gelang es die Krise zu überwinden und das internationale Publikum zurückzugewinnen. Das endete mit dem 2. Weltkrieg. 1938 von den Nationalsozialisten, 1945 von den Amerikanern beschlagnahmt, kam das nun desolate Gebäude erst 1955 an die AG zurück, die es 1956 an die UdSSR verkaufte und sich auflöste. Heute ist es ein Wohngebäude der Russischen Föderation.
Wikipedia-Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Cottage-Sanatorium_für_Nerven-_und_Stoffwechselkranke
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Koordinaten: 48°13'59"N 16°19'58"E
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