Vallstedt

Germany / Niedersachsen / Vechelde /
 Dorf, Ortsteil

01.04.2010 1346 Einw. 31.12.2008 1370 Einwohner
Vallstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Vechelde im Kreis Peine in Niedersachsen.
Zu Foto 2 by F.-K. Becker. Vallstedt liegt als großes Arbeiter-Bauern-Dorf an der Kreuzung zweier Landesstraßen. Urkundliche Erwähnung im Jahr 1080. Im Jahr 1493 wurde das Dorf von den Braunschweigern bei ihren Fehden mit dem Herzog niedergebrannt.
In den vergangnenen Jahrzehnten hat der Ort begonnen, sich nach Westen und Osten durch moderne Eigenheime, Siedlungs- und Reihenhäuser zu erweitern. Das Dorfbild wird von dicht beisammenliegenden kleinen mitteldeutschen Streckhöfen und größeren Dreiseithöfen aus Fachwerk und Backsteinfachwerk bestimmt. Die Kirche (Turm romanisch) wurde mehrfach erneuert.
Erklärung zum Wappen: 1953 vom Mitbürger G.Ernst entworfen, 1979 behördlich genehmigt. Die Linde Wahrzeichen allen dörflichen Lebens mit ihren 9 Blättern endsprechend den 9 Buchstaben des Ortsnamens. Die Kraft ihrer Wurzeln versinnbildlicht die feste Verbundenheit mit dem Heimatboden. Die lebensspendende Sonne und der Pflug stehen für Fleiß und den ländlichen Charakter des Ortes. Das tägliche Brot ist gesichert, wenn Gottes Sonne ihren Segen spendet. Die Bärenklaue aus dem Wappen derer von „Velestede“ (im 18. Jahrhundert ausgestorben) soll die geschichtliche Tradition aus den Anfängen des Dorfes unterstreichen. Die Farben gold, silber, rot, grün und schwarz verleihen dem Wappen Lebendigkeit.
Ein genauer Zeitpunkt für die Entstehung unsereres Dorfes lässt sich mangels jeglicher Unterlagen nicht angeben. Archäologen fanden beim Bau der Kläranlage 1952 in Salzgitter-Lebenstedt Überreste von Mammutjägern aus der Altsteinzeit so um 70.000 vor unserer Zeitrechnung. Aus der jüngeren Steinzeit (4000-2000) v.Chr. sind in der südlichen Feldmark von Vallstedt einige Steinwerkzeuge gefunden, sie befinden sich jetzt im Landesmuseum Braunschweig. Das Nordharzvorland war seit der Jungsteinzeit niemals vollständig siedlungsleer.(Niquet S.18 u.S.29a.a.O). z.T. Aus >Werdegang des Dorfes Vallstedt im Rahmen der Landesgeschichte< von Alfred Behm 1980.
Repro Foto 3 by O.Becker. Steinwerkzeug aus der jüngeren Steinzeit (4000-2000 v. Chr.) gefunden, neben anderen Werkzeugen, im "Dummen Bruch" in derNähe des Dorfes, was auf eine geringe steinzeitliche Siedlung. Befindet sich im Landesmuseum Braunschweig
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Koordinaten:   52°13'4"N   10°21'55"E

Kommentare

  • Bild 2 Foto by F-K Becker 1080 wurde Vallstedt zum erstenmal urkundlich erwähnt, die Ansiedlung ist aber nach Funden im Ortsbereich aus 2.bis 4.Jahrh.älter.
  • Vallstedt, das größte und volkreichste Pfarrdorf lm ganzen Residenzamte, 3 Stünden von Wolfenbüttel, mit 1 Kirche, l Pfarre, 1 Pfarrwitwenhaus, 1 Opferei, 4 Ackerhöfen, 4 Halbspännerhöfen, 67 Kothöfen, 4 Brinksitzerstellen, 94 Feuerstellen und 656 Einwohnern, worunter 1 Mahl- und 1 Oehlmüller sich befinden. Die Pfarre vergibt das Cyriaksstift, die Opferei der Prediger. Das Curiaksstift zu Braunschweig besitzt im Dorfe seit 1317 verschiedene Stiftsgüter, Halseigne und Erbenzinsgüter. Über die eigentlichen Stiftsgüter und Halseignen steht demselben, vermöge des Vergleichsprozesses, welchen es am 11ten November 1681 und 3lsten Mai 1687 mit dem Residenzamte getroffen, eine Civilgerichtsbarkeit zu, nicht aber über dessen Erbenzinsgüter, welches wenigstens noch streitig ist. Alle Hoheits-, Polizei- und Gemeindesachen gehören aber vor das Residenzamt. Von dem Stifte wird daselbst jährlich im Beisein eines von ihm delegirten Deputirten ein Maierding über dessen in und vor dem Dorfe belegene Erbenzinsgüter gehalten Ein Bach treibt außerhalb Vallstedt eine Mahlmühle, die der Kirche erbenzinspssichtig ist. — Das Dorf kl. Vallstedt ist im dreißigjährigen Kriege einmal zerstört. Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg, 1802.
Dieser Artikel wurde Vor 12 Jahren zuletzt bearbeitet