Villa Kolbe | Herrenhaus/Landhaus/Villa, geschütztes Baudenkmal, 1891_construction (en), Neorenaissance

Germany / Sachsen / Radebeul / Zinzendorfstraße, 16
 Herrenhaus/Landhaus/Villa, geschütztes Baudenkmal, 1891_construction (en), Neorenaissance
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Das 1890/1891 nach Entwürfen des Berliner Architekten Otto March erbaute Landhaus Dr. Kolbe im Stil der Neorenaissance ist „eine der aufwendigsten und architektonisch qualitätsvollsten Villen von Radebeul und seiner weiteren Umgebung“, jedoch durch jahrelangen Leerstand verwahrlost. Der Bau erfolgte für den Chemiker Carl Kolbe (1855–1909), alleinzeichnungsberechtigter Generaldirektor der nahegelegenen Chemischen Fabrik von Heyden. Das Gebäude hat ein hohes Sockelgeschoss, zwei Vollgeschosse sowie ein leicht ausgebautes, hohes Walmdach. Die Fassaden bestehen aus roten Verblendziegeln mit Gliederungen aus Sandstein.

Die Hauptansicht zur Rathenaustraße zeigt auf der linken Seite einen Seitenrisaliten mit einem Volutengiebel und auf der rechten Seite einen Turmvorbau mit geschweifter Haube und Spitze. Davor befindet sich eine Terrasse zum Garten. Die Ansicht zur Meißner Straße zeigt ebenfalls einen Volutengiebel, einen polygonalen Turm mit Haube sowie einen Söller mit einer Brüstung aus Maßwerk. Die Eingangsseite zur Zinzendorfstraße zeigt zwei Krüppelwalmgiebel und mehrere Vorbauten im Erdgeschoss.

Das Gebäude hat im Inneren eine zentrale, fast 60 Quadratmeter große und über beide Hauptgeschosse reichende Halle mit der Haupttreppe. Darum herum sind die Wohnräume gelegen, die „mit Vertäfelungen, aufwändig verzierten Decken, Bleiglasfenstern, vielfältigen Einbauten und Ornamenten malerisch ausgestaltet[…]“ sind. In der Halle, im Herrenzimmer und im Damensalon gab es offene Kamine. Dazu gab es ein „Grünhaus“, ein Billardzimmer mit Zugang zum Park und einen zweigeschossigen Weinkeller mit Probierstube.
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Koordinaten:   51°6'3"N   13°41'1"E
Dieser Artikel wurde vor 12 Monaten zuletzt bearbeitet