An der Rechtschule (Köln)


Die Straße An der Rechtschule hieß im Mittelalter noch Vogelstraße („platea vogelonis“). Ihr Name verwies auf einen Grundbesitzer namens Herimannus Vogelo. Trotz der rechtswissenschaftlichen Institutionen gab es den Straßennamen An der Rechtschule zunächst noch nicht; in der Kölner Stadtansicht von 1570 bezeichnet sie Arnold Mercator als „Op hoigher smitten“ (An der hohen Schmiede). Der Kölner Stadtplan von 1752 bezeichnet sie als „Vor den Laurentianern“. Während der französischen Besetzung durften alle Kölner Straßen ab 1. Januar 1813 nur noch die französischen Namen des „Itinéraire de Cologne“ tragen. Bei dem bisherigen Straßennamen „An der Hohen Schmiede“ entschied sich Wallraf nicht – wie sonst üblich – für die wörtliche Übersetzung, sondern er wollte mit seinem französischen Namen „rue de l’ecole de droit“ (Straße der Rechtschule) an die alte Kronenburse erinnern. Am 28. September 1816 schaffte ein preußisches Edikt die französischen Straßennamen wieder ab, die „rue de l’ecole de droit“ erhielt nun den ins Deutsche übersetzten Namen „An der Rechtschule“.
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